Angebote für Interessierte

Möchten Sie sich mit anderen Menschen über die Themen Tod und Sterben austauschen? Dann finden Sie hier Veranstaltungen, die Ihnen dies ermöglichen.


LETZTE HILFE

Ideen bekommen, wie wir begleiten können.

Ein Angebot für alle, die sich mit dem Thema "Sterben" beschäftigen möchten.

Wie gehen wir mit schwerkranken und sterbenden Menschen in unserer Gesellschaft um? Häufig fühlen wir uns hilflos, wenn Angehörige, FreundInnen, Bekannte, Nachbarn betroffen sind. 

In diesem Kurs möchten wir Ihnen Basiswissen und Orientierung zum Thema Sterbebegleitung vermitteln. Damit möchten wir Ihnen Mut machen, sich den Menschen zuzuwenden, die unsere Begleitung und Unterstützung brauchen. Unter anderem geht es um die Bereiche Sterben als Teil des Lebens, Vorsorgen und Entscheiden, Pflege und medizinische Versorgung sowie Abschied nehmen.

 

LETZTE HILFE  in Kaltenkirchen                            genauere Informationen und Termine  HIER 

 

LETZTE HILFE  in Lübeck                                          genauere Informationen und Termine  HIER 

            

 

                       


Death Café - Den Tod aus der Ecke holen!

 

Jeden 3. Donnerstag im Monat im Tonfink, Große Burgstraße 46, 23552 Lübeck

„Death Café“. Das Café des Todes. Es klingt wie die Übersetzung eines Hollywood-Thrillers. Und trotz des brachialen Namens soll sich keiner vor einem Besuch fürchten – ganz im Gegenteil nämlich, denn Lachen ist hier ausdrücklich erwünscht. Auch wenn es bei den Gesprächen in dem Café tatsächlich um und über den Tod geht.

Wie möchte ich sterben? Welche Rituale gehören zu einem guten Abschied? Braucht Abschied einen Ort? All das sind Fragen, über die es sich lohnt, gemeinsam zu sprechen, zu philosophieren, nachzudenken. Die Idee dahinter: Das Thema Tod und Trauer aus der meist verdrängten Ecke ins Leben zu holen und sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu werden, um damit das Leben erfüllter zu gestalten.

Die Grundregeln sind dabei denkbar einfach: Das Café ist nicht kommerziell, es gibt immer Kaffee und Kuchen, die Treffen finden immer in einem geschützten und respektvollen Rahmen statt, es gibt keine bestimmte Vorgehensweise, Themen können vorgeschlagen werden, ansonsten wird über alles gesprochen, was die Teilnehmenden bewegt. Außerdem gibt es keine Hierarchien.

Gründer der Bewegung ist der Engländer Jon Underwood, der das Café-Modell nach Ideen des Schweizer Soziologe Bernard Crettaz entwickelte. 2011 fand das erste Death Café in Underwoods Haus in East London statt. Es wurde von seiner Mutter, der Psychotherapeutin Sue Barsky Reid, moderiert. Die beiden erstellten in der Folge einen Leitfaden zum Führen von Death Cafés, der nur ein Jahr später veröffentlich wurde. Aus England verbreitete sich die Idee von da an rasant weiter. Bereits 2012 fand die erste Veranstaltung in den USA statt.

Und warum das Ganze? „Wir haben festgestellt, dass es Menschen gibt, die gerne über den Tod sprechen möchten“, heißt es auf ihrer Homepage. „Und dass viele leidenschaftlich genug sind, um ihr eigenes Todescafé zu organisieren.“ Underwood starb überraschend 2017, seitdem führen seine Mutter und seine Schwester Jools Barsky die Idee fort. Mittlerweile soll es in 65 Ländern rund 8350 „Death Cafes“ oder „Café Mortel“ geben, davon 52 in Deutschland.

Und natürlich auch in Lübeck. Mit dem Death Café möchte das Palliativnetz Travebogen alle Neugierigen einladen, sich bei Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre über das Lebensende und alles Menschliche auszutauschen. Es handelt sich dabei um eine offene Gesprächsrunde, keine Trauerbegleitung und auch keine Selbsthilfegruppe. Die Gruppe trifft sich immer am dritten Donnerstag eines Monats.

Die Teilnahme an den Treffen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kommen Sie vorbei - gerne auch spontan!

 

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